Deutscher Gewerkschaftsbund

14.03.2012

Agentur für Gleichstellung im ESF legt Expertise vor

Existenzsichernde Beschäftigung von Frauen und Männern notwendiges Förderziel

Bereits in der derzeitigen EU-Strukturförderperiode 2007 - 2013 steht die Förderung der existenzsichernden Erwerbstätigkeit von Frauen im Zentrum des ESF-Bundesprogramms. Die Agentur für Geichstellung im ESF hat nun errechnet, wie hoch das individuelle Erwerbseinkommen in Deutschland zur eigenständigen Existenzsicherung sein sollte und ob es Frauen und Männern in Deutschland gelingt sich durch Erwerbstätigkeit die eigene Existenz eigenständig und nachhaltig zu sichern. Zentrale Komponenten hierbei: Erwerbsbeteiligung und Kontinuität der Erwerbstätigkeit, Umfang der Erwerbsbeteiligung (Wochenarbeitszeit) sowie Einkommenshöhe (Stundenlohn).

Das Ergebnis macht deutlich, dass es aufgrund des Anteils derer, die unterhalb der Grenzwerte für eine eigenständige Existenzsicherung liegen, erforderlich ist auch die Kriterien der Förderung mit Mitteln des ESF nachhaltiger auszurichten. Die Agentur empfielt: "die nachhaltige Integration von Frauen in existenzsichernde Erwerbstätigkeit als Gleichstellungsziel des ESF stärker in den Vordergrund zu rücken und die Frage der eigenständigen Existenzsicherung insgesamt als Maßstab der Programmumsetzung zu etablieren" (S. 35). Und weiter: "Die Aufnahme einer geringfügigen oder Niedriglohnbeschäftigung sollte vor diesem Hintergrund nicht als Programmerfolg gelten. Vielmehr sollte die Qualität der Arbeitsmarktintegration im Hinblick auf Existenzsicherung und Stabilität im Vordergrund stehen. Auch der Übergang von einer geringfügigen oder Niedriglohnbeschäftigung in eine sozialversicherungspflichtige und höher bezahlte Erwerbstätigkeit oder von einer Teilzeit- in eine vollzeitnahe Erwerbstätigkeit sollte als Indikator für den Programmerfolg ins Zentrum gerückt werden" (S. 36).

Zur Expertise Existenzsichernde Beschäftigung für Frauen und Männern


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